Im Veganismus geht es um mehr als Tierschutz. Die Zusammenhänge sind tiefgreifend und so bekämpft der vegane Lebensstil auch die Hungersnot in der dritten Welt.

Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur sinken. Der Körper fährt herunter. Er versucht sich an die widrigen Bedingungen anzupassen. Ein Nagellack-Geruch verbreitet sich. Er kommt vom Aceton. Einer der Ketonkörper, der entsteht, wenn unser Organismus bei enormen Hungerphasen Säuren unseres Fettspeichers umwandelt. Der natürliche Schutz der Haut wird abgebaut, das Immunsystem schwächelt und Entzündungen machen sich breit. Irgendwann wird es ernst. Unser Körper beginnt das Herz und andere Organe umzuwandeln, um sich zu ernähren. Was bleibt sind klapprige Skelette mit Hautüberzug. Dann setzt der Tod ein. Dieses Szenario beschreibt den typischen Prozess, der nach circa 8 bis 10 Tagen Hungersnot eintritt. Erschreckend und trotzdem traurige Realität für einen großen Teil der Menschen unserer Erde.

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Veganismus als Lösung für die Hungersnot

Während wir in den Industriestaaten jeden Tag im Schnitt drei Mal essen und dabei eine freie Auswahl aus allen erdenklichen Speisen des Globus genießen, hungern zeitgleich rund 850 Millionen Menschen weltweit (Quelle). Prinzipiell gibt es genug Nahrung auf der Welt für alle Menschen. Dies setzt jedoch voraus, dass wir die Ressourcen optimal nutzen.

Blicken wir also genauer auf den Prozess der Fleischproduktion. Je nach Studie und Tier werden für die Herstellung eines Kilogramms Fleisch bis zu 16 Kilogramm Getreide beziehungsweise Sojabohnen (Quelle) und über 15 Tausend Liter Wasser benötigt (Quelle). Innerhalb der EU ist der Fleischkonsum so hoch, dass viele Futtermittel von außerhalb der Union importiert werden müssen. Darunter sind auch von der Hungersnot betroffene Regionen. Enorme Flächen werden hierfür bewirtschaftet. Dies schadet den Regenwäldern, dem Klima und der Artenvielfalt (Quelle). Dazu kommt, dass unser Fischkonsum die Bestände in den Meeren auf einen erschreckenden Tiefstand treibt. Dabei reißen sich die Industriestaaten um die Fischereirechte rund um verschiedene Entwicklungsländer (Quelle).

Während manche Menschen also verhungern, bauen wir in deren Ländern großflächig Futtermittel an, um unseren unnatürlich hohen Fleischkonsum zu ermöglichen und fischen die Meere vor deren Küsten leer. Zurück bleibt Hunger und Elend.

Vegan gegen Hungersnot

Die logische Konsequenz ist es, ressourcenschonend zu leben. Anstatt viele Pflanzen von der ganzen Erde in wenig tierische Nahrung umzuwandeln, sollten wir auf eine ausgewogene pflanzliche Ernährung setzen. So gibt es genug Nahrung für jedes Lebewesen und in Gesellschaft isst es sich doch viel besser.

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